
Von der Magie des wanderns
Foto: Jakob Huerner
Dem Geheimnis des Wandern auf der Spur!
Forscher weltweit haben bereits unzählige Thesen aufgestellt, warum Wandern glücklich macht, befreit, so gesund ist, schlank macht, …
Große Philosophen, Denker und Dichter haben ihre beim Wandern gewonnenen Erfahrungen, Eindrücke und Empfindungen, in Worten auszudrücken.
Tatsächlich ist wandern jedoch etwas, das jeder Mensch für sich Erfahren sollte, wandern lässt sich weder planen noch recht beschreiben, wandern muss man ganz einfach “TUN”.
Das ist wie mit dem Geschmack des Apfels, wer 100 Texte über den Geschmack eines Apfels gelesen, aber noch keinen gegessen hat, weiß weniger über den Geschmack eines Apfels als derjenige der schon Äpfel gegessen hat, aber grundsätzlich keine Äpfelbücher liest.
So ist das auch mit dem Wandern, wer nie wandert, der wird auch aus 100 Wander-Büchern, nicht erfahren können, was Wanderer am Wandern so begeistert.
Die Magie des Wanderns
Aaron Sussman & Ruth Goode schreibt in: “The Magic of Walking”, dass Laufen eines der ersten Dinge ist die ein Kleinkinder unbedingt tun möchte und eines der Dinge, die wir im Alter am schwersten aufgeben. Um zu wandern brauchen wir keine Räume und keine teure Ausrüstung.
Wandern ist:
- eine Gewichtskontrolle ohne Diät
- ein medizinisches Rezept ohne Medikament
- eine Kosmetik die keine Chemie benötigt
- ein Schlafmittel ohne Tablette
- eine Psychotherapie ohne Analyse und Sitzungen
- kostet nichts
- trägt nicht zur Umweltverschmutzung bei (sofern sich Wanderer korrekt verhalten)
- verbraucht keine Rohstoffe
- ist hocheffektiv
- verlangt keine besondere Ausrüstung
- Der Sinn des Reisens ist, an ein Ziel zu kommen, der Sinn des Wanderns, unterwegs zu sein.
Theodor Heuss - Manchmal hilft es, statt der Meinung sich die Beine zu vertreten.
Michael Richter - Nicht an die Wegweiser glauben, sondern den Weg gehen.
Ruedi Obrecht - Mach dich einfach innerlich leer und bring dich in Übereinstimmung mit dem Äußeren. Dann wirst du auch im hektischen Treiben der Welt in Frieden sein.
Yüan-wu, Zenmeister des 11. Jahrhunderts -
Was ich nicht erlernt habe, das habe ich erwandert.
Johann Wolfgang von Goethe - Wo kein Weg mehr ist, ist der Beginn des Weges.
Manfred Hausmann - Es gehört zum Begriff des Spazierengehens, dass man keinen ernsthaften Zweck damit verbindet.
Wilhelm von Humboldt - Das schönste an Wanderplänen ist, dass man sie umstoßen kann. Niemals sich binden. Wandern ist kein zielbewusstes Reisen. Wandern ist Laune, Willkür, Erleuchtung des Augenblicks, heute hier, morgen dort, starre Wanderpläne sind Sünde gegen den heiligen Geist.
Josef Hofmiller - Der Weg ist das Ziel.
Konfuzius - Wer sich nicht bewegt, der spürt auch seine Fesseln nicht.
Rosa Luxemburg - Am Ziele deiner Wünsche wirst du jedenfalls eines vermissen: dein Wandern zum Ziel.
Marie von Ebner-Eschenbach - Wandern ist eine Tätigkeit der Beine – und ein Zustand der Seele.
Josef Hofmiller - Wo immer wir wandern, winken Wunder.
Andreas Tenzer - Die Madlochjoch – Ravensburger Hütte Wandertour
von Zürs zum Zürsersee, weiter zum Madlochjoch über die Roggalmulde zum Brazer Stafel u. zur Ravensburger Hütte. … >> - Der Grüne Ring Arlberger Wanderroute
Der Grüne Ring, die Arlberger Wanderroute ist das Gegenstück zum Weißen Ring. Eine Wander-Tour, die vom Rüfikopf über die Monzabonalpe und die Pazüelmähder nach …>>
und wandern:
Hi : und wandern ist bequem. Ok, nicht so bequem wie zuhause auf der Couch aber bequemer als so manche andere Outdoor Sportart.
Laufen ist so natürlich wie Atmen.
Wandern als Meditationsübung – “Kin-hin” im ZEN

ZEN wandern
Foto: koppdelaney
Das “Kin-hin” im Zen Buddhismus beschreibt Meditationsübungen im Gehen. Der Kin-hin Zen Übende läuft im Rhythmus der Atmung, in Stille, gelöst, entspannt, spürt die Erde und die Gegenwart unter seinen Füßen. Der Körper ist bei Kin-hin stabil und voller Energie. Während der Zen-Meditierende geht ist er ganz im “Hier” und “Jetzt”. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verschmelzen in Achtsamkeit.
I Ging – 56. LÜ / DER WANDERER

I Ging Hexagramm 56 LÜ der Wanderer
Skizze: I Ging Hexagramm Norbert Kröger
Abschließen möchte ich mit einem Hexagramm aus dem I Ging, dem Buch der Wandlungen. Das I Ging wird als ältestes Buch Chinas bezeichnet und beinhaltet praktisch die Grundlage der chinesischen Kultur.
Auszüge “I Ging 56. LÜ – DER WANDERER”
Der Wanderer – wenig Freunde – kein Zuhause
Der Berg (Gen) steht still, oben das Feuer (Li) flammt auf und verweilt nicht. Darum bleiben sie nicht beisammen. Fremde, Trennung ist das Los des Wanderers.
Trennung – Fremdes Land – verschiedene Schwingungen – die treibende Lust zu reisen
Der Wanderer findet durch Kleinheit zum Gelingen.
Dem Wanderer ist Beharrlichkeit von Heil.
Ein Mann, ein Wanderer in der Fremde ist nicht schroff und nicht überheblich. Er hat keinen großen Bekanntenkreis und spielt sich deshalb nicht auf. Der Wanderer ist vorsichtig und zurückhaltend, schützt sich so vor Übel. Er ist zuvorkommend und erringt so Erfolg. Der Wanderer hat keine feste Stätte, die Straße ist seine Heimat. Darum muss er darauf achten, dass er innerlich recht und fest ist, dass er nur an guten Orten verweilt und nur mit guten Menschen verkehrt. Dann hat er Glück und kann seiner Wege gehen, unbehelligt.
Der Wanderer ist bescheiden und zurückhaltend. Er verliert nicht Kontakt mit seinem inneren Wesen, daher findet er immer eine Ruhestätte. Für einen Wanderer ist der Weg sein Zuhause. Trifft er auf dem Weg verschiedene Leute, muss er lernen, mit ihnen in Kontakt zu treten, unabhängig von deren Herkunft und Tradition.
Ein Wanderer darf sich nicht entwürdigen und sich mit kleinen Dingen am Weg abgeben. Je bescheidener und wehrloser seine äußere Stellung, desto mehr sollte er sich seine innere Würde erhalten. Denn wenn ein Fremder denkt, dadurch freundliche Aufnahme zu erfahren, dass er sich für Scherze und Lächerlichkeit hergibt, so irrt er. Das Ergebnis wird nur Verachtung und beleidigende Behandlung sein.
Hier noch einige Zitate zum Thema Wandern:
Haben Sie jetzt auch Lust aufs Wandern bekommen? Dann darf ich Ihnen bestimmt noch zwei wunderschöne Wanderrouten am Arlberg empfehlen:
Das Zürs am Arlberg.com – Mountain News & Ski Magazin Team wünscht Ihnen viele schöne und erholsame Wandertage am Arlberg.



Ich bin zwar kein Forscher und weiß auch nicht weshalb wandern glücklich macht, bin auch kein Philosoph oder Dichter der was bedeutends zu diesem Thema schreiben könnte, aber dass wandern magisch ist weiß ich dennoch.
Wenn ich selten wandern gehen, habe ich am Folgetag einer langen Wanderung immer dieses seltsame ziehen in den Wadeln, das irgendwann auf magische Weise verschwindet wie es gekommen ist!
Wandern find ich toll!
Wenn die Wanderung nicht länger dauert als 2 Stunden!
Hi
Stefan ach komm nach zwei Stunden hast Du doch noch kein seltsames ziehen in den Wadeln. Da bist Du wahrscheinlich bei einem 24 Stunden Lauf mit gelaufen …